Theaterhaus G7

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Das Hungerhaus

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Zum Auftakt der neuen Spielzeit laden wir am 28. September zur Premiere von Das Hungerhaus, einem theatralen Parcours durch das Theaterhaus G7. Seit sechs Monaten arbeiten sieben Künstlerteams an diesem spartenverbinden Projekt, das fünf Wochen lang hier bei uns zu sehen sein wird.

Wir freuen uns, eine starke Gruppe von 25 lokalen, regionalen und internationalen Mitstreitern gefunden zu haben, die zusammen mit uns dieses Projekt auf die Beine stellen. Nachwuchskünstler und erfahrene Theaterschaffenden treffen hierbei zusammen. Performancekünstler, Autoren und Regisseure ebenso, wie Tänzer, Klangkünstler und Figurenspieler.

Der belgische Autor Thomas Depryck, dessen Stück „Der Reservist“ am Theaterhaus im vergangenen Jahr seine deutschsprachige Erstaufführung feiern konnte, hat eigens für Das Hungerhaus ein Kurzdrama geschrieben, das die Heidelberger Nachwuchsregisseurin Jessica Weisskirchen inszeniert. Das neue Kollektiv Positron des Mannheimer Künstlers Volker Hartmann-Langenfelder und die Berliner Performancekünstlerin und Regisseurin Anna Peschke haben zwei interaktive Installationen entwickelt und das Figurentheater Maren Kaun hat ein bildstarkes Versuchslabor zum Thema „Hunger in der Kunst“ bei uns eingerichtet. Die belgische Autorin und Regisseurin Hanneke Paauwe wird mit ihrer Teilproduktion für Das Hungerhaus zum ersten Mal in Mannheim zu sehen sein, die beiden Mannheimer Theaterschaffende Angelika Baumgartner und Peter Klein hingegen sind bekannte Gesichter in der lokalen und regionalen Theaterlandschaft.

Inhaltlich untersuchen die sieben Produktionen des Parcours unterschiedliche Facetten des Themas „Hunger“: Hunger als psychologisches Phänomen, Hunger als Verlangen nach Liebe und Anerkennung, Hungern als Teil des Selbstoptimierungswahns, Hunger als biografisches Element der Lebensgeschichte von Menschen, die durch Krieg Hunger leiden mussten bis hin zu der mythologischen Welt der japanischen Hungergeister.

Das Hungerhaus
Ein theatraler Parcours durch das Theaterhaus G7.
Vom 28. September bis 28. Oktober 2017
Spieltermine: 28. (Premiere), 29., 30.9., 6., 7., 13., 14., 20., 21., 26., 27., & 28.10.
Jeweils um 20 & 21 Uhr

Jede Vorstellung ist begrenzt auf maximal 20 Besucher.

Dauer: 120 Minuten

Unter anderem von und mit Thomas Depryck, Hanneke Paauwe, Maren Kaun, Peter Klein, Kollektiv Positron, Angelika Baumgartner und Anna Peschke.

Konzeptidee: Inka Neubert, Bernd Mand und Peter Klein

Produktionsleitung: Kevin Dühr

Mit freundlicher Unterstützung von Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg, Stiftung LBBW und GBG Mannheim.



Letztes Update: 17.09.

Eine nicht umerziehbare Frau

Theaterhaus G7 "Eine nicht umerziehbare Frau" mit Fiona Metscher, Regie: Inka Neubert, Musik: Johannes Frisch, Ausstattung: Linda Johnke Foto Thomas Troester

Eine nicht umerziehbare Frau von Stefano Massini ist inspiriert von Schilderungen Anna Politkjowskajas. Es zeigt  Momentaufnahmen aus dem Inferno des tschetschenischen Krieges. Es ist eine Art Monument über das individuelle Leid der Menschen in Kriegssituationen. Ein Abstieg durch den Schrecken, der zu einer Reflexion über die Freiheit der Presse und über den Beruf des Journalisten wird.

„Sehens- und nachdenkenswert.“ (Heike Marx in der Rheinpfalz)

„Fiona Metscher gelingt hierbei als Darstellerin ein veritables Kunststück: Sie spielt mit kalten Tränen, ohne in Larmoyanz oder Selbstmitleid abzurutschen. Gerade ihre beherrschte Sachlichkeit lässt diese große Theaterrede besonders eindringlich geraten.“ (Ralf-Carl Langhals im Mannheimer Morgen)

Regie: Inka Neubert

Musik: Johannes Frisch

Ausstattung: Linda Johnke
Mit: Fiona Metscher

3. & 4. November um 20 Uhr

 

remix

performance pop poetry

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remix.

Performance, Pop und Poesie – ein Dreiergespann, das auf uns Zuhörer und Zuschauer eine immens starke Wirkung ausübt. Was genau macht Musiktexte so anziehend, was ein Konzert so nachhaltig spannend? Warum finden wir immer mehr Pop im Theater? Und wie kann Poesie performt werden?

Mit der neuen Veranstaltungsreihe remix untersuchen wir die Schnittstellen zwischen Musik, Text und Performance. Wir zeigen Grenzgänger, Texttüftler und Protagonisten der konzertanten Wortkunst. Aber auch die Helden der theatralen Musikverwertung und die wissenschaftlichen Beobachter in Sachen Musiklyrik.

Nächste Termine:

schmitt/frisch/wagner

Lyrisches vom Georg Büchner-Preisträger Jan Wagner trifft auf musikalische Improvisation von Johannes Frisch und die Stimme von Jo Schmitt.

Texte: Jan Wagner

Musik: Johannes Frisch

Sprache: Jo Schmitt

Freitag, 10. November 2017 um 20 Uhr

 

Erdmöbel

Weihnachten mit Erdmöbel – eine intime Konzertsonderausgabe mit der Kölner Indie-Band.

Freitag, 14. Dezember 2017 um 20 Uhr

remix ist eine Kooperation mit dem Kulturamt der Stadt Mannheim.

 

RADICAL MINDS (UA)

Im Angesicht von Brexit, Donald Trump und den politischen Stimmungsentwicklungen in Europa hat es oberste Priorität, sich mit der Entwicklung unserer Demokratie zu beschäftigen. Theater ist eigentlich dazu da, genau das zu tun. Kommen wir dieser Verpflichtung endlich nach!

Es lassen sich heute vielerlei Formen von Radikalisierung beobachten, sie alle stellen das Prinzip der Freiheit in Frage. Moderne Kommunikationsformen scheinen die Tendenz der Radikalisierung noch zu unterstützen. Diese bedenkliche Entwicklung untersucht „Radical Minds“ in Echtzeit.

Das Projekt richtet sich an alle Bürger, die ihre Zugehörigkeit zu einer demokratischen Gesellschaftsform zu schätzen wissen, ernst nehmen wollen oder sich darin eingeschränkt sehen. Es lädt dazu ein, Theater als Triebfeder sozialer Interaktion und als Chance zum kritischen Diskurs zu nutzen.

Regie: Pascal Wieandt

Mit: Marie Scholz, Dennis Dagli und Jo Schmitt

Premiere am 16. November um 20 Uhr