Theaterhaus G7

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Das_Recht_des_A4

Wie weit gehen wir für unsere politischen Überzeugungen? Entscheiden wir uns im Zweifel für unsere private oder für die gesellschaftliche Verantwortung? Wie soll man handeln, wenn nicht das eigene Leben, sondern das von Verwandten zur Zielscheibe wird?

Nadja, eine junge Dokumentarfilmerin, dreht im Norden von Kolumbien einen Film über die Umsiedlung eines Dorfes am Rande einer großen Steinkohlemine. Im Zuge der Dreharbeiten wird sie Zeugin von Vertreibung und Mord. Nadjas Filmprojekt findet seine Protagonisten aber auch in Europa: Hier sitzt der multinationale Konzern, der die Steinkohle abbaut und dafür viel in Bewegung setzt: ganze Dörfer, ihre Bewohner und tausende Tonnen an Erdmassen. Nadjas Vater Erik ist Chef des Rohstoffkonzerns. Wegen persönlicher und politischer Differenzen geht Nadja ihrem Vater seit Jahren aus dem Weg – nun sucht sie ihn in seinem Anwesen auf, um ihn zur Rede zu stellen…

Ein Stück von Dominik Busch über persönliche Verantwortungen und die Bereitschaft, der Welt, wie wir sie kennen, die Stirn zu bieten.

Eine Produktion von Theaterhaus G7 und Pascal Wieandt

Mit: Violetta Zupancic, Valentin Klos und Frank Albrecht
Regie: Pascal Wieandt
Ausstattung und Bühne: Christine Bertl
Video: Norbert Kaiser

Premiere am 23. Mai um 20 Uhr, im Anschluss Hausparty #3 mit Niklas Tzschöckel

Termine: 25., 26., 28., 29. & 31. Mai und 1. & 2. Juni, jeweils um 20 Uhr

 

Hausgespräche im Anschluss an folgende Vorstellungen:

am 25.5. mit dem Produktionsteam

am 31.5. mit dem Autor Dominik Busch

 

Karten 5/9/14/20 Euro



Letztes Update: 21.05.

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hello.

Ein Programm zu Europa

17. bis 26. Mai

Europa – ein zerbrechender Kontinent? Eine gewachsene Land­karte voller Fragezeichen, Widersprüche und der stillen Hoffnung auf ein Miteinander, das viele nicht mehr zu denken wagen. Die Europäi­sche Union, das sind faktisch viele Jahrzehnte des kriegsfreien Neben­einanders, des langsam wachsenden Verständnisses für die Anderen jenseits der verschwindenden Grenzen und der neu erwachten Bedro­hung durch radikale politische Erosion des gemeinschaftlichen Grund­gedankens. Wir als HIER-Netzwerk der Freien darstellenden Künste in Mannheim widmen eine Woche – die Woche vor der Europawahl – diesem, unserem Kontinent und den großen, kleinen Fragen, die unsere Zeit hier in der europäischen Union bestimmen. Wir laden Euch ein, mit uns gemeinsam über die Zukunft unseres Zusammenlebens nach­zudenken, zu diskutieren und natürlich am 26. Mai zur Wahl zu gehen. Für ein gemeinsames Europa.

 

Fr 17. Mai / 21:30 Uhr THEATERHAUS G7

Dieses Muss gebot das Herz / 50 Stunden Langzeitperformance / Kollektiv Positron / Grundlage für die 2tägige Dauerlesung bilden Texte früher Nationalsozialisten, die der USamerikanische Soziologe Theodore Abel 1934 in Deutschland gesammelt hat, um seinen Landsleuten das Phänomen Nationalsozialismus verständlich zu machen. Ein Teil seiner Textsammlung findet sich auf 650 Seiten als Kern des vom Berlin Story Verlag veröffentlichten Buches Warum ich Nazi wurde. Die kompletten Biogramme aus diesem Buch werden während der Performance von SchauspielerInnen und SprecherInnen ohne Unterbrechung vorgetragen. Die kompletten Biogramme aus diesem Buch werden während der Performance von Schauspieler*innen und Sprecher*innen in 50 Stunden ohne Unterbrechung gelesen. Es liegt in der Natur der Texte, dass sich der Fokus dabei auf die politischen, gesellschaftlichen und individuellen Ursachen von Radikalisierungen richtet.

Es lesen:
Sophia Mara Buck
Friedrich Byusa Blam
Steffanie Steffen
Costanza Dohmen
Saskia Sturm
Pauline Schwanke
Franziska Schmitz
Paula Franke
Jan-Philipp Possmann
Laura Kaiser
Sandra Friebolin
Cara Schwab
Bernd Mand
Inka Neubert
Regina Heilmann
…..

Interventionen:
Tim Fischer

Eintritt frei.

Positron ist ein offenes Mannheimer Künstlerkollektiv um Volker Hartmann-Langenfelder (interdisziplinäre Kunstprojekte), Lea Langenfelder (Text, Regie, Installation, Performance) und Sophie Lichtenberg (Szenographie).

Mit freundlicher Unterstützung durch das Kulturamt der Stadt Mannheim.

 

Sa 18. & So 19. Mai / 20 Uhr THEATER OLIV

Volljährig? Mündig? Erwachsen? Wahlrecht schon mit 16 oder erst mit 21? Ein Abend um die Mündigleit, nicht nur die des Wählens…

Mi 22. Mai / 19 Uhr ZEITRAUMEXIT

Wer sind wir? Identität und EU-Wahl / Podiumsdiskussion / Wenn wir über Europa abstimmen, gibt es sie/ihn dann auch, die/den EuropäerIn? Neue Rechte und Nationalisten behaupten, wenn es darauf ankomme, sei allen klar, wozu sie gehören. Am 26. Mai kommt’s drauf an. Aber wer von uns weiß, wozu sie/er gehört, zur Nation, zur Bevöl­kerung, zur Ethnie oder zur EU? Was also heißt europäische, was natio­nale Identität? Und brauchen wir das überhaupt um europäische Politik zu machen? Und was hat die Politik vor Ort damit zu tun? Moderation: Evein Obulor

Mi 22. & Fr 24. Mai / 19 Uhr THEATER FELINA-AREAL

Freier Tanz im Delta IX / Zweiter & dritter Abend / Im Juni prä­sentieren ChoreographInnen an sechs unterschiedlichen Abenden kurze Stücke von 5 bis 30 Minuten Länge. Internationale Tanzschaffende, die im Rhein-Neckar-Delta zuhause sind, zeigen damit, wie Kunst Men­schen aus vielen Ländern Europas miteinander verbindet.

Do, 23. Mai / 10:30 – 11:30 Uhr FORUM, CAFÉ

Action-Point zu GG, Artikel 5 / Im Rahmen des Mannheimer Ak­tionstages zu 70 Jahre Grundgesetz bietet das forum einen Programm­punkt für SchülerInnen zur Kunst- und Meinungsfreiheit an. Gemein­sam wird die Mannheimer Erklärung der Vielen gelesen und diskutiert – in der gefordert wird, die Kunstfreiheit zu schützen.

Do, 23. Mai / 18 – 20 Uhr FORUM, CAFÉ

GGGeburtstag, Artikel 5 / Zum Jubiläum 70 Jahre Grundgesetz bietet das forum einen Lektüreabend zur Kunst- und Meinungsfreiheit an. Gemeinsam wird die Mannheimer Erklärung der Vielen gelesen und diskutiert – in der gefordert wird, die Kunstfreiheit zu schützen. Als unterzeichnende Institution haben wir uns verpflichtet die Erklärung bekannt zu machen und zu diskutieren, was wir hiermit gerne tun. Da­rüber hinaus nutzen wir die gemeinsame Lektüre, um Impulse für die theatrale Arbeit am forum zu ziehen.

Do, 23. Mai / 20 Uhr THEATERHAUS G7

Das Recht des Stärkeren / Premiere / Stück von Dominik Busch / Wie weit gehen wir für unsere politischen Überzeugungen? Entschei­den wir uns im Zweifel für unsere private oder für die gesellschaftliche Verantwortung? Wie soll man handeln, wenn nicht das eigene Leben, sondern das von Verwandten zur Zielscheibe wird? Ein Stück über per­sönliche Verantwortungen und die Bereitschaft, der Welt, wie wir sie kennen, die Stirn zu bieten. Anschließend Hausparty #3 mit Niklas Tzschöcke

 

So, 26. Mai / 8 – 18 Uhr WÄHLEN GEHEN !

 

So, 26. Mai / 11 bis 15 Uhr FORUM, CAFÉ

Zuzzeln Brezzeln Wählen / MOVING SPACE lädt ein zu forums finest frühschoppen / Zwei Gründe aus dem Haus zu gehen: Stimme abgeben zur Kommunal- und Europawahl und davor oder danach ein Besuch im besten Wahl-Lokal, – dem forum. Hier gibt’s Wahlberatung, Polit-Performance vom Ensemble etc.pp., musikalische Live-Acts so­wie Brezel, Würstel, Weißbier (vegan & alkfrei).

So, 26. Mai / 17:30 Uhr EINTANZHAUS

Abschluss-Wahlparty Gemeinsam mit uns allen ab 18 Uhr Hoch­rechnungen der Wahlen live anschauen …

 

www.hier-mannheim.de

 

 

Inseln_A4

 

Inseln ist von Künstler*innen und für Künstler*innen der Metropolregion. Sehen wie andere arbeiten, Neues oder Gemeinsames entdecken, neue künstlerische Konstellatio-nen finden. Alles kann, nichts muss passieren in dieser praxisbezogenen Einladung zum konkreten, spartenübergreifenden Zusammentreffen der Künstler*innen in Mannheim und der Region.

Inseln ist pure Improvisation zu einem Thema, das räumlich und performativ umgesetzt wird. Wir laden Künstler*innen unterschiedlichster Disziplinen (Performance, Tanz, Wort, visuelle Künste, …) herzlich dazu ein, sich an diesem experimentellen Abend mit Ihren Gedanken, Ideen und Fragen zum Thema „Reibung“ zu beteiligen. Allein auf der eigenen Insel und ganz gleich ob in Form bereits vorhandener Performanceskizzen oder komplett aus dem Moment improvisiert, aber immer im Zusammenspiel mit den Per-former*innen auf den anderen Inseln.

Inseln entsteht in Zusammenarbeit von Theaterhaus G7 und Volker Hartmann-Langenfelder.

DIE REGELN

1 Raum
3 Inseln je ein bis zwei Quadratmeter groß
1 Stromanschluss je Insel
1 Insel verfügt zusätzlich über einen Beameranschluss (VGA, HDMI)

Jede Performer*in darf nur so viel Equipment mitbringen, wie zusammen mit ihr selbst auf die Insel passt.
Wer elektrisch verstärkt spielen möchte, muss eine eigene Aktivbox / Verstärker mit auf die Insel bringen.
Allen Performer*innen steht frei eine Insel zu besetzen und zu beginnen bzw. in das laufende Geschehen einzusteigen, wann immer die Performer*in will.
Die Insel kann auch jederzeit wieder verlassen werden.
Die selbe oder eine andere Insel kann auch jederzeit wieder besetzt werden.
Der Abend endet, wenn keine Insel mehr besetzt ist.

Dienstag, 25. Juni um 20 Uhr
Eintritt frei.

Es kommt..._A4

Ein Monologabenteuer von Carmen Priego

 

Ein Junge, der mit einem Mädchens schläft, ist ein tapferer Jäger. Ein Mädchen, das mit einem Jungen schläft, ist eine Schlampe. So funktioniert ein scheinbar unüberwindbares Vorurteil in unserer Gesellschaft. Aber wer entscheidet das denn genau? Wen geht es überhaupt etwas an? Und warum existiert dieser Konflikt immer noch nur für Frauen?

 

„Es kommt der Tag“ ist ein gewaltsamer Ausbruch aus allen Regeln. Weil Ungerechtigkeit die Welt vergiftet wie eine Scheißatombombe, wird Jasmin zu einer Naturgewalt und bricht mit voller Wucht aus. Aus der Enge der Konformität, den Regeln des stillen Abnickens der gesellschaftlichen Norm und der unausgesprochenen Erwartungen der Anderen. Ein starkes EinFrauStück, das sich wortgewaltig und eindrücklich für Respekt und Selbstbestimmung einsetzt.

Mit: Sina Peris Regie: Pascal Wieandt Ausstattung:  Marcela Snaselova Eine Kooperation mit Pascal Wieandt.

28.5. um 20 Uhr

Anschließend Hausgespräch #9 mit Stefanie Kleinsorge, Direktorin Port25 – Raum für Gegenwartskunst.

29.5. um 20 Uhr

Anschließend Hausgespräch #10 mit Gästen.

Karten 5/9/14/20

 

 

 

mannheimer-erklaerung