Last Exit Suicide


Eigentlich, so Linda King, sei der Selbstmord doch eine Frechheit. Nur ein Weg, um auch mal in die Zeitung zu kommen und die Leute zu schockieren. Nein, Mitleid gibt es von ihrer Seite keins. Während man in Gedanken noch die vorgebrachten Argumente gegeneinander abwägt, liest Einhart Klucke allerdings schon steil der Klimax des Eröffnungstextes “Selbstmörder” der klugen und beinahe zärtlichen Lesung “Last Exit Suicide” im Mannheimer Café Prag entgegen. Da sollte jetzt kein falsches Verdachtsmoment entstehen, denn er macht das in aller Bedachtheit und mit fester Rückenstützung von Hans Reffert, der an den elektrischen Gitarrensaiten für ein dicht gewebtes Fangnetz sorgt. (Mannheimer Morgen 15.1.2010)

Selbstmord ist die letzte, endgültige Willensäußerung eines Menschen, der nicht mehr weiter weiß. Robert Enke ist nur einer von vielen, aber sein Tod hat eine breite Diskussion um das Leiden am Leben angestoßen. Und anläßlich der jüngsten Serie von Selbsttötungen bei France Telekom wird im Nachbarland heftig über den Umgang mit Menschen im Zeitalter des Gewinnstrebens gestritten. Ausgehend vom Roman „Unendlicher Spaß” von David Foster Wallace nähern sich Mitglieder des TiG7-Ensembles dem Thema mit einschlägigen literarischen Texten. Das Buch ist gerade in deutscher Übersetzung erschienen. Der Autor hat sich vor gut einem Jahr in seiner Garage erhängt.

“Den Ensemble-Mitgliedern des TiG7 ist ein großer Abend gelungen, der sich leise und verdammt ehrlich einer großen Tragik nähert.” MM

Es lesen Einhart Klucke (Leitung), Tom Hartmann und Daniela Cohrs
Hans Reffert liefert den passenden Soundtrack

Reihe “Thema ist…” in Kooperation mit Schnawwl und Alte Feuerwache

Eintritt 8 € /erm. 6 € 

Vorstellungen

24. März 20:00 Uhr

22. Januar 21:00 Uhr

13. Januar 20:00 Uhr