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Rette deine letzte Katze/Theater am Ortweinplatz/Theater im Bahnhof (Graz)

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Rupert Lehofer und Manfred Weissensteiner, sympathisch, weil sie fremde Katzen füttern, begeistern mit einer Performance über die Regeln des Erzählens, die ihren am Wohnzimmersofa trainierten Körpern alles abverlangt.

„Ganz zu Beginn werden wir eine Katze retten. Nichts Besonderes und es hat auch keine Bedeutung für die Geschichte. Aber wir müssen es tun, damit alle sehen, dass ein guter Kern in uns steckt. Damit sie mit uns mitfühlen. Es kann sein, dass wir an diesem Abend sehr brutal sein müssen. Wir haben keine Ahnung wie gefährlich dieser Abend wird für uns, und wir wissen nicht, ob wir überleben. Wir überleben sehr wahrscheinlich. Wir müssen uns einer großen Liebe stellen, obwohl wir das sicher nicht wollen. Wenn wir gut sind, befreien wir uns oder das ganze Land. Wenn wir versagen, bleibt uns eine Gewissheit. Wir haben nicht improvisiert. Wir wussten jeden Schritt. Wir hatten keine Ahnung, worum es ging, aber wir kennen die Regeln, wie wir es erzählen, ganz genau. Struktur? Struktur ? Struktur. Beginn? Mitte? Ende. Es war einmal? Als plötzlich? Bis endlich. Idylle? Katastrophe? Geschafft. Langweiliges Leben? Ein bisschen Aufregung ? Wieder langweilig. Alle erzählen ihr Leben nach demselben Muster, und alle retten am Anfang zur Sicherheit eine Katze.“

Eine Performance von: Johanna Hierzegger, Rupert Lehofer, Manfred Weissensteiner

Assistenz: Katharina Flick

Licht & Technik: Nina Ortner