Theaterhaus G7

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BESSER SCHEITERN – Ein Archiv des Misserfolgs

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Die belgische Regisseurin und Autorin Hanneke Paauwe und Bernd Mand, Künstlerischer Leiter am Theaterhaus G7, bauen gemeinsam mit Mannheimer Bürger*Innen an diesem außergewöhnlichen Archiv im Mannheimer MARCHIVUM.

Ausgangspunkt ist die menschliche Angst vor dem Scheitern. Die Furcht, nach einem Misserfolg nicht mehr dazuzugehören (zu Familie, Freunden oder auch am Arbeitsplatz). Die Furcht ausgeschlossen zu werden, alleine zu sein und nicht akzeptiert oder geliebt zu werden.

Diese Angst wird in der Regel nicht gezeigt, so wie man auch Misserfolge versucht zu verstecken. Das Scheitern ist weiterhin ein Tabu, etwas, das man nur allzu gerne unter den Teppich kehren, vergessen und ungeschehen machen möchte. Die Geschichte des Scheiterns ist eine Geschichte voller Scham, Stress und Erschöpfung. Und nicht selten führt die Angst vor dem Misserfolg zu einer extremen Form der Konformität der Menschen. In ihren Lebensentwürfen, ihrem Verhalten und sogar ihren tiefsten Wünschen.

Von der Seniorentagesstätte über die Grundschule bis zum Wochenmarkt, im Frisörladen, bei der Bahnhofsmission und an der Straßenecke – an den unterschiedlichsten Orten dieser Stadt haben die Archivar*innen des Misserfolgs ihre Geschichten gesammelt. Viele persönliche Erlebnisse und Geschichten vom Scheitern kamen per Post oder Email und werden nun im MARCHIVUM im Rahmen einer dreiwöchigen Ausstellung zu sehen sein. Hier steht das sinnliche Wahrnehmen und Erfahren von Momenten des Scheiterns im Mittelpunkt der interaktiven Geschichtensammlung. Und auch hier können weiterhin Geschichten eingereicht werden, denn das Archiv des Misserfolgs wächst immer weiter.

 

Vernissage am 7. November um 18 Uhr im MARCHIVUM.

Special Guest: Junges Ensemble der Mannheimer Liedertafel e.V.

Ausstellungsdauer vom 8. bis 30.11., Dienstag, Mittwoch, Freitag 12 bis 16 Uhr, Donnerstag 14 bis 18 Uhr

Der Eintritt ist frei.

Eine Kooperation mit dem MARCHIVUM und dem Kulturamt der Stadt Mannheim.

 

Mit freundlicher Unterstützung von:

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Tor 4 – BASF fördert Kunst
Warum wird eigentlich alles besser? Damit setzen sich 16 Projekte aus den Bereichen Musik, Tanz und Literatur bis hin zur bildenden Kunst auseinander. Sie sind Ergebnis des neuen Kulturförderprogramms Tor 4, mit dem BASF den Diskurs in der Metropolregion Rhein-Neckar anregen möchte. Das Unternehmen schreibt eine gesellschaftlich relevante Fragestellung aus, zu der Institutionen Kunstprojekte einbringen können. Dafür stellt BASF rund 500.000 Euro zur Verfügung. Weitere Informationen unter www.basf.de/tor4